Selbstmanagement

Selbstmanagement – dieser Begriff löst häufig zwiespältige Gefühle aus. Einerseits möchte natürlich jeder Unternehmer gerne produktiver und erfolgreicher werden. Andererseits können diese ganzen Selbstmanagement-Methoden doch recht aufwändig werden. Es ist häufig nicht so ganz klar, ob eine bestimmte Methode sich wirklich lohnt oder doch nur Zeit frisst.

Meine Erfahrung ist, dass sich Selbstmanagement lohnt. Ganze Systeme, wie z. B. Getting Things Done (GTD) von David Allen, sind natürlich erstmal recht aufwändig zu erlernen und einzuüben. Doch dafür bringen auch auf lange Sicht richtig viel.

Neben ganzen Systemen gibt es kleinere Methoden (z. B. die Pomodoro-Technik), die nur ein einzelnes Problem lösen sollen. Das sind meist gute Quick Wins: Schnell erlernt, schnell etwas gewonnen.

Ich persönlich finde, dass Selbstmanagement wichtig für UnternehmerInnen ist. Es bietet einem so viele Möglichkeiten, um entspannt den eigenen Alltag zu organisieren, nichts zu vergessen und alles am Laufen zu halten. Hinzu kommt, dass Selbstmanagement nicht nur unser eigenes Bier ist. Es beeinflusst unsere Kunden, unsere Lieferanten, unsere Mitarbeiter – eben alle, mit denen wir zusammenarbeiten.

Außerdem: Alle anderen Managementmethoden bringen nichts, wenn wir uns dabei selbst im Wege stehen.

Selbstmanagement statt Zeitmanagement

Der Begriff „Zeitmanagement“ verschwindet zum Glück langsam in der Versenkung. Ich habe auch schon ein Zeitmanagement-Seminar hinter mir und es hat mir rein gar nichts gebracht. Klassisches Zeitmanagement geht so: Du trägst dir für einen Tag alle festen Termine in deinen Kalender ein. Anschließend schätzt du, wie viel Zeit du für deine Aufgaben brauchst. Danach füllst die Lücken im Kalender mit den wichtigsten & dringensten Aufgaben, solange halt noch Zeit ist.

Dass das nicht funktionieren kann, finde ich nicht überraschend. Es gibt im Alltag so viele Unterbrechungen. Änderungen von Prioritäten. Neue Infos, die alles umschmeißen. Wie soll da so eine starre Planung funktionieren?

Klassisches Zeitmanagement sieht zwar vor, entsprechende Pufferzeiten einzubauen, aber das bringt auch nicht viel. Wenn der Puffer nicht gebraucht wird, steht man wieder da und muss überlegen, was zu tun ist. Wenn der Puffer doch gebraucht wird, reicht er meistens nicht aus.

Selbstmanagementmethoden

Im Laufe der letzten Jahre sind einige Methoden für das Selbstmanagement aus dem Boden geschossen. Ein paar davon möchte ich vorstellen:

Getting Things Done (GTD)

GTD ist der Platzhirsch im Selbstmanagement. David Allen hat das System vor einiger Zeit entwickelt und in seinem Buch* dargestellt. Im Kern geht es um fünf Abläufe, die sich ergänzen und alle Aufgaben im Blick behalten. Mehr dazu auf meiner Themenseite: Getting Things Done (GTD).

Mein Selbstmanagement organisiere ich übrigens auch mit GTD. Wenn du wissen willst, wie genau ich das umsetze: In meinem Artikel GTD auf Papier stelle ich mein System vor.

Zen To Done (ZTD)

Leo Babauta hat ZTD auf Basis von Getting Things Done entwickelt und es um Elemente der Zen-Philosophie angereichert. ZTD geht davon aus, dass ein System wie GTD nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Deshalb hat Leo Babauta zehn Gewohnheiten entwickelt, die eine nach der anderen für jeweils 30 Tage eingeübt werden. Mehr dazu auf meiner Themenseite: Zen To Done (ZTD).

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