NSC18#05: Routine fängt an


Bei der Nischenseiten-Challenge 2018 geht es darum, innerhalb von sechs Monaten eine kleine Website aufzubauen, die bereits etwas Geld verdient. Heute kommt bereits mein fünfter Wochenbericht.

Zu den bisherigen Wochen:

Werbung Anfang

Werbung: Textbroker Erfahrungen

Challenge-Organisator Peer hat für viele Teilnehmende einen Gutschein in Höhe von 20,- EUR für Textbroker organisiert. Im Gegenzug bittet er darum, im Report die eigenen Erfahrungen mit Textbroker zu schildern. Nun bin ich mir ziemlich sicher, dass das bereits reicht, damit ich das als Werbung kennzeichnen muss. Deshalb habe ich meine Absätze zu Textbroker mit “Werbung Anfang” und “Werbung Ende” eingeklammert.

Textbroker ist eine Plattform, bei der Texte von einer Vielzahl von Autor*innen geschrieben werden. Kunden können Briefings veröffentlichen, Autor*innen können diese Briefings annehmen und einen passenden Text schreiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ein Briefing allen Autor*innen der Plattform anzubieten, einzelne Autor*innen direkt zu beauftragen oder Gruppen von Autor*innen zu bilden.

Meine Erfahrung mit Textbroker ist: Texte, die nicht viel Spezialwissen erfordern, können darüber super eingekauft werden. So habe ich für meine Seiten schon mehrere hundert Texte mit einem insgesamt vierstelligen Auftragsvolumen über sogenannte “OpenOrders” eingekauft. Bei OpenOrders können alle Autor*innen der Plattform ein Briefing annehmen. Elementar dafür ist ein gutes Briefing, denn sonst kann kein*e Autor*in einen guten Text schreiben.

Für mich als Kunden ist dabei der Plagiatsschutz super: Bei jedem abgegebenen Text wird automatisch geprüft, ob Teile des Textes so ähnlich schon im Internet veröffentlicht wurden.

Bei Texten, die eine Form von Spezialwissen oder eine bestimmte Ausbildung voraussetzen, sind OpenOrders meiner Erfahrung nach nicht sinnvoll. Alexander Schlums, den ich schon im letzten Wochenbericht vorgestellt habe, hat da einen sinnvollen Weg beschrieben, um gute Autor*innen zu finden.

Nun sind die Preise auf Textbroker ziemlich im Keller. Ich denke nicht, dass ein*e hauptberuflich*e Texter*in von OpenOrders den Lebensunterhalt bestreiten könnte. Die Plattform eignet sich aber, um feste Kunden zu finden und Auftragslücken zu füllen. Außerdem fällt keine Zeit für die Akquise an, weil Textbroker eine Vielzahl von Briefings anbietet, die sofort angenommen werden können.

Das Geld kommt außerdem auch sicher: Nach Fertigstellung des Textes muss der Auftraggeber innerhalb von drei Tagen Mängel geltend machen, ansonsten gilt der Text als angenommen. Das so erarbeitete Guthaben zahlt Textbroker auf Anforderung wöchentlich aus. So gibt es keinen Ärger mit Offenen Posten oder Mahnwesen.

Werbung Ende

HTML- & CSS-Optimierungen

Nachdem ich etwas Text für die Seite über Courier.net geschrieben habe, ist mir etwas unschönes aufgefallen: Der Text bricht nicht um die Box mit den Eckdaten herum um:

Ohne Umbruch.
Ohne Umbruch.

Das ist natürlich der Nachteil, wenn ich sowas alles selbst mache: Solche Optimierungen kosten auch wieder Zeit. In so einem Fall dauert das aber nicht lange und mit WordPress kommt sowas auch gerne mal vor. Unterm Strich macht es mir Spaß, das Layout zu optimieren und ich freue mich über das Ergebnis:

Mit Umbruch.
Mit Umbruch.

Seitdem letzten Screenshot habe ich noch eine kleine Optimierung vorgenommen: Mir war der Text zu nah an der Box, sodass ich da noch etwas Platz eingebaut habe. Das gibt jetzt aber keinen eigenen Screenshot mehr :)

Frachtenbörsen vs. Tankkarten

Außerdem habe ich angefangen, mehr zu den Frachtenbörsen zu schreiben. Da sich mit den ersten Rankings mein Verdacht bestätigt, dass die Konkurrenz bei den Tankkarten höher als bei den Frachtenbörsen ist, konzentriere ich mich anfangs auf die Frachtenbörsen.

Neben dem Konkurrenzfaktor sind Frachtenbörsen auch noch näher am Thema Kurierdienst gründen dran, weil ohne Transportaufträge im Kurierdienst naturgemäß gar nichts geht. Sprit kann sonst auch erstmal per EC-Karte bezahlt werden.

Platzierungen / Rankings

kurierdienst-gruenden.de hatte per 22.10.18 schon die erste Sichtbarkeit bei metrics.tools*: ganze 0.0004, aber immerhin :D

Per 29.10.18 ging es wieder auf 0 herab, dafür ging es zum 05.11.18 wieder auf 0,0019 hoch:

Rankingverlauf für kurierdienst-gruenden.de lt. metrics.tools
Rankingverlauf für kurierdienst-gruenden.de lt. metrics.tools

metrics.tools* ermittelt im Laufe einer Woche die Platzierungen für viele unterschiedliche Suchbegriffe. Damit das ganze im Zeitverlauf vergleichbar wird, zeigt das Tool die Daten immer für den nächsten Montag an. Deshalb gibt das Tool heute, am 02.11., schon Daten für den 05.11. an.

metrics.tools* zeigt auch gut an, wie sich die Veränderung zusammensetzt:

Sichtbarkeitsänderung zum 05.11.18
Sichtbarkeitsänderung zum 05.11.18

Couriernet ist die erste Frachtenbörse, bei der ich etwas Text ergänzt habe. Dass ich ohne wirklichen Text schon auf 19 eingestiegen und jetzt mit etwas Text schon auf Platz 12 gekommen bin, zeigt ganz gut, wie schwach die Konkurrenz bei diesem Thema ist.

Gleichzeitig wird meiner Erfahrung nach beim Suchbegriff “Couriernet” keine dauerhafte Platzierung auf dem ersten Platz möglich sein: Die meisten Suchenden werden einfach direkt zur Website von Couriernet kommen wollen. Aber wenn ich schon für “Couriernet” leicht nach oben komme, sollte eine Platzierung für “Couriernet Erfahrungen” auch gut möglich sein.

Hier stoßen wir auf einen ärgerlichen Nachteil von metrics.tools*: Ich kann keine eigenen Suchbegriffe in das Tool aufnehmen. “Couriernet Erfahrungen” wird zu selten bei Google gesucht und wird deshalb nicht von metrics.tools* berücksichtigt.

An dieser Stelle benutze ich PageRangers*: Da kann ich eigene Suchbegriffe eingeben und überwachen lassen. PageRangers* zeigt, dass ich für “Couriernet Erfahrungen” ebenfalls auf Platz 12 bin.

Zeiteinsatz

Die erste Projektierung im Februar/März habe ich damals nicht genau erfasst, hat aber in etwa eine Stunde gedauert. Seitdem habe ich ca. 15 Stunden für das Projekt gearbeitet, sodass ich jetzt bei ca. 16 Stunden bin. Ich merke auf jeden Fall, dass ich in den nächsten Wochen wieder mehr reinhauen muss. Natürlich könnte ich die Seite jetzt wieder monatelang “reifen” lassen - aber das Projekt soll ja auch vorankommen und die Challenge selbst macht wenig Sinn, wenn ich zu wenig Zeit investiere.

Einnahmen / Ausgaben

Meine Einnahmen und Ausgaben sind weiterhin:

  • Webhosting: -24,00 EUR
    Läuft bei mir auf Uberspace. Ich zahle 1,- EUR netto pro Monat und Account. Da ich eine Testumgebung habe, habe ich zwei Accounts für meine Nischenseite. Das ganze läuft bereits seit sechs Monaten und ich berechne hier jetzt einfach die Kosten für die gesamte Challenge (2 Accounts für 12 Monate á 1,- EUR netto), also 24,- EUR.
  • Domains: -40,08 EUR
    Ich habe die Domain mit “kurierdienst” und “kurier” in Kombination mit “gründen”, jeweils mit und ohne Bindestrich sowie mit ü und ue registriert. Also vier .de-Domains bei INWX seit dem 14.02.18 und vier .de-Domains bei INWX seit dem 19.10.18, macht fürs erste Jahr 40,08 EUR netto.

Ergebnis: -64,08 EUR

Letzte Woche hatte ich ja die Frachtenbörse uShip als Partnerprogramm eingebunden. Die geben mir für den 31.10. immerhin schon 2 Klicks an. Die stammen aber vermutlich von den Lesenden meiner Challenge-Berichte hier.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Wochen heißt es weiterhin: Mehr schreiben. Die Rankings zeigen aber, dass mein Prinzip “früh veröffentlichen” greift: Weil ich so früh schon erste Seiten bei Google angemeldet habe, bekomme ich über die Rankings erste Rückmeldungen. Die werden jetzt jede Woche nützlicher, insbesondere wenn die Google SearchConsole und metrics.tools* erste Rankings für Suchbegriffe anzeigen, die ich vorher gar nicht im Blick hatte.

Alles in allem beginnt jetzt die Routine bzw. die eigentliche Arbeit: Texte schreiben, Rankings im Blick behalten, kleinere technische Optimierungen. Ich kann das mit den Texte schreiben gar nicht oft genug sagen, bei den meisten Leuten sehe ich einfach nur, dass sie lieber über ihr Projekt nachdenken, anstatt gute Texte zu schreiben oder einzukaufen.

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Wenn du mehr zur Challenge selbst lesen möchtest, hier noch ein paar Tipps:

Sven Meyer

Geschrieben von: Sven Meyer

Ich bin Sven Meyer und unterstütze Selbstständige, ihr Business auf gesunde Beine zu stellen. Die Kernzutaten: organisiert arbeiten, die richtige Technik und clevere Abläufe. So steht dem Wachstum nichts im Weg!

Bildquelle(n):

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Peer - 19.11.2018 12:35h:

Ich bin beeindruckt von deinem Projekt. Das geht ja schon deutlich ber eine normale Nischenwebsite hinaus. Wrde mich sehr freuen, wenn wir da mal spter ein Interview fr meinen Blog machen knnten. Details zu deinem Projekt wrden sicher viele meiner Leser interessieren.

Danke auf jeden Fall fr deine umfangreichen Reports.

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